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present thumbnailFranc Grimm (#2) has provided a description of the model with the iMODELER Presenter.

Description

Einzelhandel:  https://www.imodeler.info/game?id=C04-2GPFv3t023vF4jJQuLw&role=CcgweRbnvbIEvZ-s0LCn3hQ

Großhandel: https://www.imodeler.info/game?id=C04-2GPFv3t023vF4jJQuLw&role=CyM9SjqCDXvsOD6Hv60rGvA

Verteilzentrum:  https://www.imodeler.info/game?id=C04-2GPFv3t023vF4jJQuLw&role=CF_MsfZdRtjn8Q1JkzgGS5A

Brauerei: https://www.imodeler.info/game?id=C04-2GPFv3t023vF4jJQuLw&role=CVVyqQAkn8Kg-phn5BUMMoQ





1. Hintergrund:
Das Beergame (Bierspiel) ist ein Rollenspiel, in dem die Teilnehmer die verschiedenen Rollen „Endkunde, Einzelhandel, Großhandel, Verteilzentrum & Brauerei“ (siehe Grafik oben) in einer Lieferantenkette einnehmen - mit dem Ziel, die Kosten der Gesamtkette möglichst gering zu halten.

Entwickelt wurde das Bierspiel um 1960 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) von der System Dynamics Group unter der Leitung von Jay Forrester. Mittlerweile hat sich das Bierspiel zu einem Klassiker in der Managementausbildung entwickelt

2. Spielregeln:

Übersicht Spielregeln:

• der Spielleiter übernimmt die Endkundenrolle (Endverbraucher)
• Spieler: 4 Parteien (Einzelhändler, Großhändler, Vertriebszentrum, Brauerei)
• Handelsgut: Bierkisten
• Lagerhaltungskosten: 1 Geldeinheit (GE) pro Woche (Simulationsschritt) und Kiste
• Kosten für Lieferverzug: 2 GE pro Woche (Simulationsschritt) und Kiste
• Lageranfangsbestand: 12 Kisten je Partei
• Ein Spiel besteht aus 52 Simulationsschritten (52 Wochen)
• Gesamtspieldauer: 1-2 Spiele (ca. 2 Unterrichtsstunden)
• die einzelnen Handelsstufen dürfen nur über Bestell- und Liefermengen miteinander kommunizieren
• Innerhalb der ersten 4 Runden ist die Lieferantenkette im Gleichgewicht, da alle 4 Bierkisten
bestellen müssen. Anschließend kann die Bestellmenge frei gewählt werden.

Beschreibung:
Vor Spielbeginn weist der Spielleiter den Teilnehmern eine Rolle innerhalb der vierstufigen Logistikkette (Kunden-Lieferantenkette) zu. Eine Rolle sollte jeweils von einem mehrköpfigen Team (bestehend aus mindestens 2 Personen) übernommen werden (sofern nicht genügend Teilnehmer mitspielen können oder das Spiel online durchgeführt soll, können die Rollen auch von Einzelpersonen gespielt werden). Als Team übernehmen sie die Rolle entweder des Einzelhändlers, Großhändlers, Verteilzentrums oder der Brauerei. Diese Rollen sind im Sinne einer Kunden-Lieferantenkette hintereinander angeordnet und verfolgen im Grunde alle dieselbe Aufgabe: Pro Simulationsschritt (ein Simulationsschritt = 1 Woche) die Bestellungen der nachgelagerten Kunden möglichst gut zu erfüllen und durch eigene Bestellungen beim vorgelagerten Lieferanten die eigene Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten. Dabei sind die Erteilung von Bestellungen und das Verschicken von Lieferungen die einzige Art von Kommunikation, die zwischen den einzelnen Stationen erlaubt ist und ausnahmslos elektronisch erfolgt, d.h. die Waren- und Bestelleingänge werden pro Simulationsschritt im Management-Cockpit der Rolle angezeigt (jede andere Form der Kommunikation ist strengstens untersagt!).

Dabei werden den Rollen immer nur jene Bestellungen, die sie selbst betreffen, niemals aber die der anderen Rollen angezeigt. Der Einzelhändler z.B. erhält "exklusiv" die Nachfrage des Endkunden angezeigt, die den anderen Spielern unbekannt bleibt. Jedoch erfolgt die Information über die Bestellmenge im Nachhinein, d.h. um eine Woche verzögert! Der Einzelhändler z.B. kennt demnach nur die Bestellhistorie des Endkunden – jedoch nicht die aktuelle Nachfrage! Diese muss der Einzelhändler vielmehr durch Annahmen und auf Basis der bisherigen Bestellungen vorhersehen.

Die Bestellpolitik der einzelnen Teams verfolgt das Ziel, die eigenen Gesamtkosten und die der Lieferantenkette möglichst gering zu halten. Die Teams sehen sich mit zwei Arten von Kosten konfrontiert:

Lagerkosten: Pro Bierkiste, die auf Lager liegt, fallen Lagerkosten, die ebenfalls die Verzinsung für das "investierte" Kapital beinhaltet, in Höhe von 1 Geldeinheit (GE) an.

Verzugskosten für Fehlmengen: Ist man andererseits einmal nicht in der Lage, die Bestellungen zu erfüllen, so entstehen aufgrund der Unzufriedenheit des Kunden ebenfalls Kosten (etwa Strafzahlungen, Preisnachlässe, ...). Diese Verzugskosten (Fehlmengenkosten) betragen 2 Geldeinheiten (GE) pro nicht gelieferte Bierkiste.

Um das Spiel zu gewinnen, verfolgen die Teilnehmer eine Bestellpolitik, bei der sie den eigenen Lagerbestand möglichst niedrig halten, aber gleichzeitig nicht in Verzug geraten. Die Spieler müssen also abwägen, wie viele Bierkisten auf Lager liegen müssten, um eine Lieferfähigkeit zu gewährleisten – und zwar bei minimalen Lagerkosten! Gesucht wird also der optimale Lagerbestand. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die produzierten Fehlmengen (nicht gelieferten Bierkisten) solange (Simulationsschritt für Simulationsschritt) bestehen bleiben, bis eine entsprechende Lieferung erfolgt.

Das Beergame läuft in 52 Simulationsschritten ab. Ein Simulationsschritt symbolisiert den Zeitraum einer Woche. Pro Simulationsschritt beliefern die Spieler (d.h. die Brauerei, das Verteilzentrum, der Großhandel und der Einzelhandel) ihren jeweiligen Kunden und bestellen bei ihren Lieferanten. Die in einem Simulationsschritt bestellten Mengen treffen allerdings erst nach einer Verzögerung ein - in der Regel sind das 2 Wochen. Ein Umstand, der - wie sich zeigen wird - ganz enorme Auswirkungen nach sich zieht.

Zu Beginn des Spieles befindet sich die Lieferkette in einem Gleichgewicht. Über die ersten vier Simulationsschritte hinweg sollen die Spieler erst einmal mit dem Mechanismus des Bestellens und Lieferns vertraut werden.

3. Ziel des Spiels
Üblicherweise wird das Beergame parallel von mehreren Gruppen (Lieferantenketten) gespielt, so dass jede Gruppe (Lieferantenkette) als „Team“ anzusehen ist, das das Ziel verfolgt, die geringsten Gesamtkosten (Lager- und Verzugskosten) entlang der gesamten Lieferantenkette zu produzieren. Das Team mit den geringsten Gesamtkosten gewinnt das Spiel.

Da in der Realität jeder Spieler und somit jede Rolle entlang der Lieferantenkette üblicherweise eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt, wird auch der Spieler mit den geringsten Gesamtkosten als Gesamtsieger ausgezeichnet.

Es gewinnen also ein Team (d.h. eine Lieferantenkette) & ein Spieler (d.h. eine Rolle).

4. Spielanleitung
Eine detaillierte Spielanleitung finden Sie hier: (LINK)

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